Deutlich höhere Auftragseingänge als im Vorjahr meldet die Kion-Gruppe (Linde, Still, Dematic, Baoli) für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Demnach stiegen die Auftragsvolumen auf 11,7 Mrd. Euro, während der Umsatz allerdings leicht auf 11,3 Mrd. sank. Für den Staplerbereich soll es ein «Brückenjahr» gewesen sein.

Das Segment Supply Chain Solutions steigerte seine Resultate im Einklang mit seinem nachhaltigen Kurs der kontinuierlichen Verbesserung. «Alle wichtigen Kennzahlen auf Konzernebene entsprachen unserer aktualisierten Prognose“, sagt CEO Rob Smith. «Wir haben grosse Fortschritte bei der Umsetzung unserer ‚Playing to Win‘-Strategie gemacht (…) in einem Markt, der sich mit unglaublicher Geschwindigkeit entwickelt.»
Prognosen zutreffend
Der Auftragseingang bei den Industrial Trucks & Services (Flurförderzeuge) stieg laut den Unternehmens Angaben um 4,9 Prozent auf 8,147 Mrd. Euro (2024: 7,766 Mrd.) und habe vom Wachstum bei Gegengewichtsstaplern und Lagertechnikgeräten im Neugeschäft sowie vom anhaltenden Wachstum im Servicegeschäft profitiert.
Die Zahl der bestellten Fahrzeuge stieg demzufolge um 8,6 Prozent auf 266.000. Der Auftragseingang im Segment Supply Chain Solutions sei deutlich um 39,5 Prozent auf 3,599 Mrd. (2024: 2,579 Mrd. Euro) gestiegen. Das Projektgeschäft (Business Solutions) wurde durch Aufträge aus mehreren Kundenbranchen vorangetrieben, insbesondere aus dem reinen E-Commerce. Das Servicegeschäft sei robust gewachsen.
Solides Wachstum
Der Konzernumsatz selbst ging 2025 gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,8 Prozent auf 11,297 Mrd. Euro zurück (2024: 11,503 Mrd.). Im Segment Industrial Trucks & Services sank der Umsatz um 3,9 Prozent auf 8,272 Mrd. Euro (2024: 8,609 Mrd.), was hauptsächlich auf die Normalisierung des Auftragsbestandes im Jahr 2024 zurückzuführen sei, auf geringere Volumina und den Rückgang der Bruttomarge im Neugeschäft aufgrund der Preisentwicklung und des Produktmix. Das Servicegeschäft verzeichnete ein solides Wachstum. Der Umsatz im Segment Supply Chain Solutions stieg um 4,4 Prozent auf 3,071 Mrd. € (2024: 2,943 Mrd.).

Kion hatte am 4. Februar 2025 ein Effizienzprogramm zur Stärkung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit beschlossen, und um Spielraum für Investitionen der Zukunft zu erhalten. Die daraus abgeleiteten Massnahmen umfassten die Anpassung von Organisationsstrukturen und Prozessen im Segment Industrial Trucks & Services und bei Corporate Services in der Region EMEA.
Sondereffekte im Spiel
Dabei wurde mit 168,8 Mio. der weit überwiegende Teil der insgesamt erwarteten Aufwendungen im Geschäftsjahr 2025 als Einmal- und Sondereffekte erfasst. Das Effizienzprogramm soll zu dauerhaften Kosteneinsparungen von jährlich etwa 150 Mio. Euro führen. Erste positive Ergebniseffekte zeigten sich bereits im Jahr 2025; die nahezu vollständige Wirkung sei im Jahresverlauf 2026 zu erwarten.

Das Konzernergebnis belief sich auf 240,5 Mio. Euro (2024: 369,2 Mio. €) und sei erheblich durch einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Effizienzprogramm beeinflusst worden.
Der andauernde Wandel zum Supply-Chain-Solutions-Unternehmen zeige sich unter anderem in der Umbenennung des Segments Supply Chain Solutions (SCS) in «Intelligent Automation Solutions» (IAS), die mit Beginn des Geschäftsjahres 2026 in Kraft trat. Damit soll die Marke Dematic noch stärker im Bereich der Lieferketten-Orchestrierung positioniert werden.
Wirksames Effizienz-Programm
Die für das Geschäftsjahr 2026 erwartete Geschäfts- und Ertragslage der Kion-Gruppe werde durch eine unterschiedlich starke Wachstumsdynamik in den beiden operativen Segmenten geprägt sein.
Im Segment Industrial Trucks & Services wird für das Geschäftsjahr 2026 auf Basis der unterstellten Marktentwicklung ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die positiven Ergebniseffekte aus dem Effizienzprogramm, die bereits im zurückliegenden Geschäftsjahr teilweise wirksam geworden sind, dürften im Jahresverlauf 2026 nahezu vollständig zum Tragen kommen.
Alle Fotos: Kion Group
Demgegenüber sei von einem anhaltenden Wettbewerbsdruck auszugehen, der sich belastend auf das Preisniveau auswirken dürfte. Insgesamt werde aber eine spürbare Ergebnis- und Profitabilitätssteigerung erwartet.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand insgesamt mit einer moderaten Umsatzsteigerung.

















